Kurzzeiteinsatz 2009 – Bericht von Evelyn

Der Missionseinsatz in Madagaskar hat eine positive Veränderung meines Lebens bewirkt und ich konnte Gottes Wirken wie nie zuvor sichtbar erfahren.

Evelyn in Port-Bergé (2.v.r.)

Ich hatte eine fürchterliche Schulzeit, einen Ausbildungsabbruch und damit einen frustrierenden Lebensabschnitt hinter mir, als ich erfuhr, dass mein Bruder Alexander vorhatte, einen Kurzzeitmissionseinsatz in Madagaskar zu machen. Nachdem ich zu dieser Zeit keinerlei Zukunftsperspektive oder Berufspläne hatte, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, etwas (für mich) total Verrücktes zu machen und mit zu fliegen.

Bereits kurz nach der Ankunft wurde mir bewusst, dass der nächste Monat viel Aufregendes mit sich bringen wird. Irgendjemand hatte mir erzählt, dass Antananarivo (Madagaskars Hauptstadt) eine ganz normale Großstadt sei. Von wegen! Immer, wenn ich die Menschen, die auf den Straßen unterwegs waren, beobachtete, hatte ich das Gefühl, eine Dokumentation über Entwicklungsländer im Fernsehen anzuschauen. Auf der 13 Stunden langen Fahrt nach Port-Bergé wollte ich nicht einmal 10 Minuten schlafen, da es selbst in der Nacht noch unheimlich viel Neues zu sehen gab.

Ich hatte sprachlich einen kleinen Nachteil, da ich die einzige war, die weder über Französisch- noch über Malagasykenntnisse verfügte. Erstaunlicherweise stellte das kein Hindernis dar und die Mitglieder des Madagaskar-Teams haben unermüdlich versucht, sich trotzdem mit mir zu unterhalten. Gerade im Bezug auf die Kinder, mit denen wir zu tun hatten, wurde deutlich, dass zur Kommunikation nicht unbedingt Worte benötigt werden.

In Ambohitsara vor dem Gästehaus

In Port-Bergé haben wir die Tierhaltung und das Restaurant besucht. Das hieß für uns, Stall ausmisten und Besucher bedienen, was trotz Hitze und Staub sehr viel Spaß gemacht hat. In Ambohitsara haben wir uns dem aktiven Bau der Schulgebäude, der Registrierung der zukünftigen Schüler sowie anderen kleineren Aufgaben gewidmet. Bald wurde die Hälfte unserer Gruppe von Kopf-, Bauchschmerzen und Übelkeit geplagt, aber nachdem uns das Klima langsam vertraut wurde, verging das meiste schnell wieder.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit den scheinbar unermüdlich gut gelaunten „Bauarbeitern“ Bambusstäbe an Holzpfosten zu binden oder Löcher zu graben. Zwar war ich aus körperlichen Gründen nicht gerade für den Bau von Häusern geeignet, aber ich hoffe trotzdem, dass meine Anwesenheit nicht umsonst war :)

Mich hat ganz besonders die Herzlichkeit der Menschen dort überrascht. Immer und überall waren alle stets bemüht, uns so viele Annehmlichkeiten wie möglich zukommen zu lassen. Jeder war bereit ein aufmunterndes Lächeln oder ein liebes Wort zu verschenken.

Ich habe ausnahmslos gute Erinnerungen an Madagaskar behalten und wenn es Gottes Weg für mein Leben ist, dann wird er mich eines Tages dorthin zurückführen. Ich kann einen solchen Missionseinsatz mit bestem Gewissen jedem empfehlen, auch denjenigen, die sich (wie ich) so etwas für sich niemals vorstellen könnten.

Evelyn Schierlinger, 18 Jahre

Missionseinsatz vom 12.08. bis 12.09.2009

In unseren Online-Bilderalben finden Sie weitere Bilder von den Kurzzeitmissions-Einsätzen 2009 und 2010.

Siehe auch: Allgemeine Informationen zu einem Kurzzeiteinsatz im Missionszentrum Port-Berger, Madagaskar

Nachrichten

Wie das Leben der Familien in Madagaskar, und vor allem in Dörfern wie 'Ambohitsara' aussieht, kann...

Wie das Leben der Familien in Madagaskar, und vor allem in Dörfern wie 'Ambohitsara' aussieht, kann...

Sichtbare Hilfe zur Selbsthilfe - Hilfe, die auch wirklich ankommt! Liebe Freunde und Unterstützer...

Ernährungssituation der Menschen in Ambohitsara und Umgebung. Ambohitsara liegt auf einem...