Hochbetrieb in der Krankenstation

19.02.2012
Von: Doris Mampionona

Der neue Krankenpfleger wird von der Bevölkerung gut akzeptiert. Weitere Fachkräfte sollen angestellt werden.

Krankenpfleger Armel mit Patienten

Ein dehydrierter Patient erhält eine Infusion

Die Krankenstation war nach dem Weggang des früheren Krankenpflegers ca. 5 Monate nicht besetzt. Er hatte gekündigt, weil er eine Beamtenstelle (das „gelobte Land“ für jeden Madagassen) bei einem staatlichen Krankenhaus bekommen hat.

Der Neuzugang Armel ist seit Oktober im Dienst. Die Bevölkerung ist über die Leistung von Armel mehr als begeistert, sie „schwärmen“ sogar von ihm. Als er 3 Wochen Urlaub bei seiner Frau und seinen 2 kleinen Kindern in Mandritsara verbracht hat, wollten die Dorfleute unbedingt auf ihn warten, anstatt sich direkt in Port-Berger behandeln zu lassen. Er ist wirklich ein „Hauptgewinn“ für das Missionszentrum.

Die Leute aus Ambohitsara und Umgebung kommen scharenweise zur Behandlung. Manchmal bis zu 4 Notfälle von außerhalb pro Nacht. Und die Leute kommen alle mit Ochsenkarren, oder werden getragen. Siehe das Bild, wo ein dürrer, dehydrierter Mann, „händchenhaltend“ mit seiner besorgten Tochter auf dem gesponserten Untersuchungstisch eine Infusion bekommt. Er bekommt ohne Finanz-Komplikationen und Medikamentenmangel, ohne „Wenn und Aber“ sofort die nötige Hilfe. Wenn man die sonst üblichen Verhältnisse vor Ort kennt („zuerst zahlen, dann Behandlung“, falls überhaupt Medikamente vorhanden sind), ist das gänzlich nicht normal.

Da Armel auch ausgebildeter Geburtshelfer ist, hat er durchschnittlich 3 Entbindungen pro Woche. Die Schwangeren kommen auf Empfehlung von Armel auch gern regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, obwohl das normalerweise ein „Fremdwort“ auf dem Land ist.

Armels Frau arbeitet im Moment noch ca. 250 km entfernt in einem Krankenhaus in Mandritsara als Krankenschwester und Hebamme. Da Armel dadurch von seiner Familie getrennt ist, laufen zurzeit Bemühungen seine Frau für das Missionszentrum zu gewinnen, damit die beiden als Ehepaar in der Krankenstation arbeiten können.

Weitere Entwicklung

Projektentscheider Anatole sucht jetzt eine dritte Pflegekraft, im günstigsten Fall als Ergänzung zu Armel und seiner Frau und im schlimmsten Fall als Ersatz für Armel.

Drei Fachkräfte in der CSB-1 Station ist nicht abwegig oder verschwenderisch, da zum einen im Sommer 2012 die erweiterte Krankenstation CSB-2 in Betrieb genommen werden soll. Außerdem gibt dies den Mitarbeitern auch die Möglichkeit, in Urlaub zu gehen, ohne gleich die Krankenstation zu schließen. Und die Mitarbeiter werden nicht „verheizt“ durch „Tag- und Nachtarbeit“.

Anatole hat Armel auch die Möglichkeit eröffnet, die Pflegedienstleitung zu übernehmen, wenn Dr. Roseline 2013 als Ärztin vor Ort sein wird. Armel ist sehr davon begeistert.

Sponsorensuche

Die 2 neuen Pflegekräfte würden ca. 70 Euro pro Monat mehr kosten. Wir suchen daher dringend neue Sponsoren dafür.

Gebetsanliegen

Weitere qualifizierte Pflegekräfte und ein Ende der familiären Trennung für Armel


Aktueller Bedarf

 

Hilfsgüter-Transport

Zwischenlagerung, Transport, Transportkosten, usw.

Fachkräfte

Gymnasiallehrer, Ärzte, Krankenschwestern, usw.

Notebooks

In gutem Zustand, für den Schulunterricht

Nachrichten

04.05.2012

Wiedergeburt eines Dorfes

Die Missionsschule in Ambohitsara verändert das Dorf und die gesamte Umgebung
weiterlesen ...

28.04.2012

Tägliche Mahlzeiten für über 300 Schüler

Die Schulkantine funktioniert sehr gut und wird in steigendem Maße durch das Ackerbau-Team und den...
weiterlesen ...

09.04.2012

Weiterer Ausbau der Schule

Die Erweiterung der Schule durch das Lycée (Klasse 11–13 im Gymnasium) ist noch in diesem Jahr...
weiterlesen ...

31.03.2012

Zusätzliche Bildungsangebote

Durch Umweltschutz-Unterricht für die Schüler und pädagogische Beratung für die Lehrer sollen...
weiterlesen ...