Aktion Fleischmahlzeit für unsere Schulkinder

Ernährungssituation der Menschen in Ambohitsara und Umgebung. Ambohitsara liegt auf einem Hochplateau ca. 25 km von der nächsten Stadt Port-Berger entfernt. Es gibt nur „Feldwege“ dorthin, die in der Regenzeit sowieso unpassierbar sind. Alles was nicht auf dem Plateau angebaut wird, muss mühsam mit Ochsenkarren (ein Weg 8 Std) dorthin gebracht werden. Zusätzlich sind dort viele Lebensmittel nur saisonal verfügbar.

Kinder in der Schulkantine

In unsere Schulkantine wird (aus Kostengründen, da Reis teuer ist) 3-mal die Woche Reis mit getrockneten Akamba (Mini-Shrimps), Varilava (verschiedene Sorten Mini-Fische) oder Tsivakiana (kleine Garnelen) serviert. 2-mal die Woche gibt es dann Maniok mit Bohnen oder Erdnüssen bzw. Mais mit Bohnen oder Augenbohnen.

Frisches Fleisch oder frischen Fisch können wir uns im Moment aus Kostengründen (die Schulkantine versorgt momentan 400 Menschen) gar nicht leisten. Für Kinder liefert aber eine rein vegetarische Ernährung in der Regel nicht genug Eisen, um ein gesundes Wachstum und eine optimale Entwicklung der geistigen Fähigkeiten zu gewährleisten.

Zusätzlich haben wir in dieser Gegend fast jedes Jahr in der Regenzeit eine Epidemie der o.g. Krankheiten, die vor allem bei Kindern bis 5 Jahren viele Todesopfer (weil sie eben schlecht ernährt und anfällig sind) fordern. Wir haben daher folgende Aktion (auch im Rahmen der Epidemie-Bekämpfung) vor:

Grünes Blattgemüse

Angebaut wird in der Regel: Reis, Mais, Maniok, grünes Blattgemüse, Bananen, Erdnüsse, ab und zu Papayas (wenn sie sich die Mühe machen, einen Baum zu pflanzen). Und es gibt eben noch wild wachsendes Obst wie Mangos oder Mokonazy-Früchte und wild wachsende Wurzeln.

Manche halten auch Hühner oder Rinder (aber die Rinder werden so gut wie nie gegessen, sie dienen als „Sparkasse“ wenn jemand krank wird, um Medikamente von dem Erlös zu kaufen). Faktisch isst man dort ein paar Mal im Jahr Fleisch.

Zwischen den Ernten kommt es oft vor, dass der Reis (Grundnahrungsmittel) nicht ausreicht. Das hat verschiedene Gründe:

  1. Kulturelle Gründe: Es wird nicht genug angebaut, weil die Dorfleute auf dem Standpunkt stehen: Für unsere Ahnen haben X Felder pro Familie ausgereicht, warum sollten wir das ändern, da die Ahnen es sowieso viel besser wissen …
  2. Zusätzlich wird ein Teil der Ernte verkauft (der dann später fehlt) um Schuhe, Kleidung o.ä. zu kaufen bzw. Dinge, die es früher nicht gab und die auch nicht benötigt wurden (immer bei gleichbleibender Anbaufläche).
  3. Es überleben mehr Menschen dank der verbesserten medizinischen Versorgung, aber die Anbaufläche wird eben auch nicht vergrößert.

Unsere Schüler bekommen zu Hause oft nur Reis mit Salz zu essen, oder Blattgemüse mit viel Wasser in dem etwas Reis mitgekocht wird. Sie sind daher anfällig für Krankheiten (Malaria, Durchfall, Typhus, …), ermüden schnell und ihre Konzentrationsfähigkeit ist nicht so groß – weil sie eben Hunger haben. Für die Eltern ist es daher eine große Hilfe, dass in der Missionsschule ihre Kinder wenigstens 1 nahrhafte Mahlzeit am Tag bekommen. Eine madagassische Mahlzeit besteht immer aus Reis (ca. 90 Prozent) und Beilage (ca. 10 Prozent).

Auf dem Markt

Aktion „gesundes Wachstum und optimale Entwicklung“

Für 1 Mahlzeit mit Fleisch oder frischem Fisch bräuchten wir ca. 50 kg (125 g pro Person) Fleisch oder entsprechende Fisch-Menge – Kostenpunkt ca. 30 Euro pro 100 Schüler. Unser Ziel ist es, dauerhaft die Finanzierung von „1 Mahlzeit mit Fleisch/frischem Fisch pro Monat in der Schulkantine“ zu erreichen.

Hier in Deutschland sind die Menschen schon so „übersättigt“, dass die Ärzte empfehlen, aus Gesundheitsgründen doch nur 1 – 2-mal pro Woche Fleisch zu essen. In Madagaskar sucht man „händeringend“ nach Fleischmahlzeiten …

Wer möchte sich gerne an dieser tollen Aktion beteiligen? – Herzlich willkommen!

Nachrichten

Wie das Leben der Familien in Madagaskar, und vor allem in Dörfern wie 'Ambohitsara' aussieht, kann...

Wie das Leben der Familien in Madagaskar, und vor allem in Dörfern wie 'Ambohitsara' aussieht, kann...

Sichtbare Hilfe zur Selbsthilfe - Hilfe, die auch wirklich ankommt! Liebe Freunde und Unterstützer...

Ernährungssituation der Menschen in Ambohitsara und Umgebung. Ambohitsara liegt auf einem...